Verschiedene Wollearten

 Jede einzelne Wollsorte wird von mir sorgfältig ausgesucht. Dabei achte ich zum einen auf eine besonders gute Qualität der Wolle: Weich, hautfreundlich und langlebig soll sie sein. Zum anderen verwende ich nur Wolle aus geprüfter Herkunft. Eine tierfreundliche, nachhaltige Haltung ist mir wichtig. Wo immer es möglich ist, greife ich auf lokale Produzenten zurück, die ich vorab auch persönlich besichtige.

 

Zu meinen Lieferanten gehören:

 

Möchten Sie mehr über die verwendeten Wollsorten erfahren? Dann lesen Sie hier die wichtigsten Infos.

 


Kaschmir

Kaschmirziege

Die bekannteste Edelwolle wird aus dem Unterfell der Kaschmirziege (Capra Hircus) gewonnen. Der Name „Kaschmir“ stammt von der gleichnamigen Region in Indien. Hier begann die Weberei dieser erlesenen Wolle. 

Kaschmirziegen haben langes, feines Haar, aus dem besonders weiche und feine Fasern (ca. 14-19 µm dick) für die Wolle entstehen. Das besondere Unterfell wächst den Tieren nur bei bestimmter Witterung. Die Tiere müssen besonders kalte und lang andauernde Winter durchhalten. 

Die Fasern werden während des Fellwechsels ausgekämmt, der sich über mehrere Wochen im Frühling erstreckt. Das Ziegenhaar wird gekämmt oder geschoren, von Schmutz befreit und gewaschen. Von 100 g gewonnener Rohwolle bleiben ca. 30 bis 50 g Material zur Weiterverarbeitung. 

Je seltener und feiner die Fasern des Rohstoffs sind, desto edler ist die Wolle. Noch hochwertiger als Kaschmirwolle sind die Garne folgender Tiere: Guanakos, Vikunjas und Moschusochsen. Diese Rassen leben auf den Hochgebirgsgebieten in einigen Regionen Asiens, insbesondere in der Mongolei, Afghanistan, Tibet und im Himalaya.

 

Eigenschaften der Kaschmirwolle: 

  • besonders weich
  • angenehm
  • wärmend
  • fein
  • sehr leicht

 


 Mohair

 Angoraziege

Mohair ist die Wolle der Angoraziege. Die Trägerin der außergewöhnlichen Wolle wurde in der Türkei gezüchtet. Derzeit kommt die Angoraziege in der Türkei, Texas und Südafrika vor. Sie hat langes Haar, das weiß, glänzend und lockig ist, und wird bis 65 cm groß. 

Der Name stammt aus dem Arabischen und bezeichnet einen Stoff aus Haaren. Die wertvolle Wolle wird durch Scheren der Ziegenhaare gewonnen. Die Angoraziege kann bis zu 5 kg Angorahaar geben, das zu Mohair verarbeitet wird.

 

Eigenschaften der Mohair-wolle:

  • leichteste Textilfaser
  • strapazierfähig
  • sehr weich
  • flauschig
  • fein
  • sehr guter Wärmespeicher
  • filzt nur wenig

 


 Lamm

 Schäfchen

Als Lamm wird ein junges Schaf unter 1 Jahr bezeichnet. Die Schur, aus der Lammwolle gewonnen wird, erfolgt meistens ab 6 Lebensmonaten der Tiere. Diese allererste Schur liefert besonders weiche und feine Wolle mit einer Faserdicke von 20 bis 27 µm. Sogenannte Jährlingswolle wird etwas später gewonnen, nämlich nach 10 bis 12 Monaten.

Die Tiere werden in der Regel zu Sommeranfang geschoren, da freilebende Schafe sonst im Winter unter der Kälte leiden würden. Lammwolle verursacht so gut wie kein Kratzen auf der Haut.

 

Eigenschaften der Lammwolle:

  • fein
  • sehr weich
  • geringe Festigkeit
  • feine Spitzen

 


Merino

 Merinoschaafe

Merino ist eine hochwertige Naturwolle. Nachdem Spanien mit dem Handel mit Merinowolle begann, entwickelte sich das Land zum wichtigsten Lieferanten für erstklassige Wolle. Erst im 18. Jahrhundert wurden erste Merinoschafe nach Deutschland eingeführt. Gegenwärtig sind Neuseeland und Australien die größten Wollhersteller der Welt. Die Schafe werden einmal im Jahr geschoren und bringen bis zu 10 kg Wolle im Jahr.

 

Eigenschaften dier Merinowolle:

  • keimfrei
  • besonders weich
  • atmungsaktiv
  • wärmend
  • gute Feuchtigkeitsaufnahme (1/3 des Eigengewichtes)
  • hemmt die Geruchsbildung
  • kratzfrei
  • natürlicher UV-Schutz

 


Alpaka

 Alpakas

Alpakas, auch Vicugna pacos genannt, sind Neuweltkamele und stammen aus den südamerikanischen Anden. Sie unterteilen sich in zwei Typen, das Huacaya und das seltenere Suri. Der Unterschied liegt in der Haarstruktur. Das Huacaja-Alpaka weist eine dichte, füllige und gleichmäßig gekräuselte Wollbedeckung auf. Dagegen hat das Suri-Alpaka eine lockige Bedeckung.

Die Fellfarben reichen von reinem Weiß und Beige über alle Braun- und Rotbrauntöne bis hin zu Grauabstufungen und tiefem Schwarz. Die Wolle wird einmal im Jahr durch das Scheren der Alpakahaare gewonnen. Alpakas leben bis zu 20 Jahre.

Alpakas und Lamas sind domestizierte Tiere, die schon vor langer Zeit als Nutztiere eingesetzt wurden: Lamas als Lasttiere und Alpakas als Wolllieferanten. Damals galt ein Alpakamantel als Zeichen des Wohlstands. Noch erlesener galten zur der Zeit nur Waren aus Vikunjawolle.

Als die Spanier nach der Peru-Eroberung europäische Schafe nach Südamerika brachten, wurden die einheimischen Tiere uninteressant. Mit der Unabhängigkeit der Staaten Südamerikas stieg der Wert der Alpakas jedoch erneut. Die Zucht wurde wieder aufgenommen und die Wolle in alle Welt exportiert.

 

Eigenschaften der Alpakawolle:

  • extrem fein
  • sehr glatt
  • elastisch
  • weich
  • glänzend
  • strapazierfähig
  • wärmer als Schafwolle
  • leichter als Schafwolle
  • besonders hautfreundlich
  • enthält kein Lanolin, somit auch für Allergiker geeignet

 


 Kamel

 Kamel

Kamele werden in zwei Gruppen unterteilt, die Altweltkamele (Dromedar/Einhöckriges Kamel) und die Neuweltkamele (Zweihöckriges Kamel, Lama und Vikunja). Neuweltkamele werden bis zu 28 Jahre alt, Altweltkamele bis zu 50 Jahre. Als Wolllieferant werden eher die Neuweltkamele genutzt.

Das heutige Trampeltier ist in weiten Teilen Asiens verbreitet, insbesondere in den entlegenen chinesischen und mongolischen Wüsten. Hier herrschen starke Temperaturschwankungen zwischen - 30°C und + 40°C. Die grobe und feine Behaarung schützt die Tiere gegen die Kälte und Hitze zugleich.

Als domestizierte Tiere werden sie bereits seit über 4000 Jahren eingesetzt. Das Zweihöckrige Kamel ersetzt alle anderen Nutztiere auf einmal: Es ist Lieferant von Milch, Wolle und Fleisch. Es trägt Lasten, zieht Karren und lässt sich reiten. Dabei ist es äußerst genügsam und freundlich.

Die Kamelwolle wird im Frühjahr durch Kämmen der Tiere gewonnen, wenn sich die Tiere im Fellwechsel befinden. Die ausgekämmten Haare werden gesammelt und gereinigt. Zur Weiterverarbeitung wird nur das weiche Flaumhaar des Kamels verwendet, das sich unter dem groben Deckhaar befindet.

 

Eigenschaften der Kamelwolle:

  • superweich
  • anschmiegsam
  • temperaturausgleichend
  • gute Feuchtigkeitsaufnahme (zwischen 20% und 45% des Eigengewichtes)
  • größeres Wärmerückhalte- und Abgabevermögen
  • sehr leicht
  • sehr strapazierfähig 
  • verträglich für Allergiker
  • dezenter Eigengeruch (gilt als schlaffördernd)

 


Angora

 Angorakaninchen

Angora wird aus den Haaren des Angorakaninchens gewonnen. Die Haare der Angorakaninchen können bis zu 20 Zentimeter lang sein. Angorafasern, wie auch Kamelhaar, sind Fasern mit Hohlräumen, die Körperfeuchtigkeit aufnehmen und langsam nach außen abgeben. Außerdem gibt dieses Material optimale Wärme, die heilende Wirkung gegen Rheuma hat. Wegen seines Wärmerückhaltevermögens neigt diese Wolle allerdings auch zum Verfilzen.

Aufgrund aufwendiger Pflege und geringer Nachfrage werden die Kaninchen selten gezüchtet. Das erklärt, warum die superweiche und langhaarige Wolle so kostbar und teuer ist. Hauptsächlich werden die Angorakaninchen in Europa und Asien gezüchtet. Durch Haltung der Kaninchen in sauberen und ausreichend großen Stallungen sowie regelmäßige Pflege wird ein feines Wollvlies und erstklassige Wollqualität erreicht.

Die Kaninchen können im Abstand von ca. 84 Tagen geschoren werden. Pro Schur liefert ein Tier rund 250 g Fell, das zu Angorawolle versponnen wird.

 

Eigenschaften der Angorawolle:

  • schweißabsorbierend
  • sehr weich
  • fein
  • sehr guter Wärmespeicher, dadurch auch lindernde Wirkung bei Muskel- und Gelenkserkrankungen
  • neigt leichter zum Verfilzen

Bitte tragen Sie keine synthetischen Fasern unter der Angorawolle, es kann zur elektrostatischer Aufladung kommen.

 

 

 

 

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